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Motivierte Verzerrungen bei der Rezeption empirischer Forschungsbefunde: Die Rolle von sozialer Identität und moralischen Wertüberzeugungen

Warum lehnen Menschen wissenschaftliche Befunde ab, wenn diese ihre Identität oder ihre moralischen Überzeugungen berühren? Ein DFG-Projekt am Beispiel der Debatte um gewalthaltige Computerspiele.

Das Projekt untersuchte motivierte Verzerrungen im Umgang mit wissenschaftlichen Forschungsbefunden – am Beispiel der öffentlichen Debatte um gewalthaltige Computerspiele („Killerspiele-Debatte“). Es verfolgte zwei parallele Untersuchungsstränge:

  1. Am Standort Marburg (Mario Gollwitzer) wurde untersucht, ob fundamental forschungskritische Einstellungen bei „(Viel-)Spielern“ Folge einer sozialen Identitätsbedrohung sind.
  2. Am Standort Landau (Tobias Rothmund) wurde untersucht, ob die Rezeption von Forschung zur Wirkung gewalthaltiger Computerspiele bei „Nichtspielern“ durch motivierte Informationsverarbeitung als Reaktion auf eine Wertebedrohung (Schutz der Gewaltfreiheit) geprägt ist.

Kooperationen bestanden mit weiteren Projekten im DFG-Schwerpunktprogramm 1409 „Wissenschaft und Öffentlichkeit“, u. a. in Kassel und Münster, sowie mit Duisburg zur Informationsverarbeitung im Internet.